Instrumente

Am European XFEL können Forscher auf mehrere komplexe Instrumente zurückgreifen, um ihre Experimente durchzuführen.

In der unterirdischen Experimentierhalle sind sechs Instrumente in Betrieb bzw. in Bau.  Die Instrumente sind für ihr jeweiliges Anwendungsgebiet optimiert - sei es für die Bestimmung winziger Strukturen, die Untersuchung ultraschneller Vorgänge oder extremer Zustände. Jedes dieser Gebiete verlangt Röntgenlicht mit bestimmten Eigenschaften, so dass die Instrumente den entsprechenden Undulator-Lichtquellen fest zugeordnet sind. Vom Kontrollraum der jeweiligen Instrumente aus können die Forscher das Röntgenlicht weiter an den Bedarf für ihr Experiment anpassen. Beispielsweise ist für die atomgenaue Abbildung von einzelnen Partikeln wie Biomolekülen besonders kurzwelliges Licht gefragt, während für die Untersuchung kleiner Objekte in starken Feldern eine hohe Intensität und längere Wellenlängen gewünscht sein kann.

Bei der Entwicklung der Instrumente wurden Anregungen und Vorschläge von Wissenschaftlern aus aller Welt berücksichtigt. An einigen Instrumenten kommen Bauteile oder ganze Teilbereiche zum Einsatz, die von internationalen Nutzerkonsortien entwickelt wurden.

 

Instrument
Description
Winzige Strukturen
Ultraschnelle Vorgänge
Extreme Zustände
Lichtquelle
FXE (EN)
(Femtosecond X-ray experiments)
Untersuchungen der zeitlichen Abläufe in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen
 

 

SASE1

HED (EN) (High energy density matter)
Untersuchung von Materie in extremen Zuständen
 

SASE2

MID (EN) (Materials imaging & dynamics)
Untersuchungen der zeitlichen Abläufe in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen

 

SASE2

SCS (EN)
(Spectroscopy & coherent scattering)
Untersuchung von der Struktur und Dynamik von Nanosystemen und biologischen Systemen mit weichem Röntgenlicht

 

SASE3

SPB/SFX (EN) Strukturbestimmung einzelner Teilchen: Atome, Cluster, Biomoleküle, Viren, Zellen

 

SASE1

SQS (EN)
(Small quantum systems)
Untersuchung Atomen, Ionen und Cluster in intensiven Lichtfeldern
 

SASE3