Das Betriebsgelände Schenefeld ist das Zentrum für Forschung und Innovation rund um den European XFEL sowie die Adresse des Forschungszentrums. Hier werden einmal etwa 350 Personen arbeiten.
Das Gelände wird von einem U-förmigen Hauptgebäude, das auf der unterirdischen Experimentierhalle steht, dominiert. Dahinter befinden sich Versorgungshallen für den unterirdischen Tunnelfächer. Gleich am Eingang könnten ein ovalförmiges Informations- und Ausstellungszentrum und etwa 200 Meter dahinter die Kantine stehen. Das Gelände bietet Partnerinstituten später die Möglichkeit, sich hier niederzulassen.
Das Leben auf dem Forschungsgelände wird sich ab 2014 vorwiegend in dem Hauptgebäude und der darunter liegenden, etwa 14 Meter tiefen Experimentierhalle abspielen. In dieser unterirdischen, ca. 90 Meter mal 50 Meter großen Halle enden die fünf Tunnel, aus denen die laserartigen Röntgenblitze zu jeweils zwei Experimentierstationen geleitet werden können. Hier wird rund um die Uhr geforscht. In den darüber liegenden drei Stockwerken befinden sich Labore und Büros, Seminarräume, ein Hörsaal für 200 Personen sowie eine Fachbibliothek. Die U-Form des etwa 12 Meter hohen Hauptgebäudes sorgt dafür, dass alle Räume Tageslicht haben.
Das Forschungsgelände ist 15 Hektar groß und zurzeit unbebaut; es wird landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt. Es ist so gewählt, dass es bei Bedarf auf 25 Hektar erweitert werden und ein zweiter, gleich großer Experimentierkomplex errichtet werden könnte.
Betrieb
In der Experimentierhalle kann an zehn Messplätzen im Schichtbetrieb gearbeitet werden. Dabei werden die Forscherinnen und Forscher vom technischen und wissenschaftlichen Personal des European XFEL unterstützt, das den allgemeinen Betrieb ganzjährig rund um die Uhr sicherstellt.
Die gesamte Halle, die Bereiche für die Experimentesteuerung sowie die Experimentierbereiche sind bei ausgeschalteter Anlage für eingewiesene Personen frei zugänglich, ebenso für geführte Besuchergruppen. Erzeugt der European XFEL Röntgenstrahlung, so wird der Zugang zu den Experimentierbereichen durch ein Zugangskontrollsystem versperrt. Eine entsprechende Strahlenschutzabschirmung sorgt dafür, dass keine Strahlung in die frei zugänglichen Bereiche gelangen kann.
Die Anlagen, in denen die Elektronen nach der Lichterzeugung aufgefangen und abgebremst werden, werden vom Hauptkontrollraum auf dem DESY-Gelände aus überwacht. Ihr normaler Betrieb muss dabei nur für Wartungen und Überprüfungen der Wasser- und Sicherheitssysteme unterbrochen werden.
Da die wissenschaftliche Arbeit einen regen Austausch innerhalb des Instituts und mit anderen Forschungseinrichtungen erfordert, werden die Seminarräume und der Hörsaal auf dem Forschungsgelände entsprechend häufig für Vorträge und mehrtägige Veranstaltungen genutzt.













