Unter dem Betriebsgelände Osdorfer Born erfolgt die erste Verteilung der Elektronenpakete auf die Tunnel zur anschließenden Lichterzeugung.
Hier wird die Eingangshalle zu dem unterirdischen Schachtbauwerk errichtet: Sie ist 51 Meter lang und 23 Meter breit und zweigeschossig mit einer Höhe zwischen 9 und 12 Metern. Außerdem entstehen hier einige Infrastruktureinrichtungen wie Schaltanlagen, Pumpenhäuser, Be- und Entlüftungsanlagen sowie Warm- und Kaltwasserstationen.
Das Gelände hat eine Größe von etwa 1,5 Hektar, seine Lage ist durch die Länge des Beschleunigertunnels festgelegt. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe des Wohngebiets Osdorfer Born – teilweise auf dem Gelände eines Kleingartenvereins, der bereits verlegt wurde, teilweise auf einer angrenzenden Grünfläche.
Die Bauwerke im Einzelnen
Unter dem Betriebsgelände Osdorfer Born verzweigt sich der Tunnel der Anlage das erste Mal. Von hier aus geht es in den Tunnelfächer, in dem die Röntgenblitze erzeugt werden. Zudem ist hier Raum für eine weitere Abzweigung vorgesehen, die für einen möglichen späteren Ausbau des European XFEL benötigt würde.
Aufgrund der komplexen Tunnelverzweigung ist dieser Schacht deutlich größer als die übrigen Schächte der Anlage, nämlich 62 Meter mal 23 Meter. Er ist mit 30 Metern auch besonders tief, denn er enthält unterhalb der Beschleunigerebene zusätzlich einen Elektronenauffänger, in dem der nicht mehr benötigte Teilchenstrahl während des Testbetriebs des Beschleunigers, bei dem noch kein Röntgenlicht erzeugt wird, sowie bei einer ungeplanten Abschaltung der Anlage abgebremst wird. Im Normalbetrieb der Anlage wird dieser Elektronenauffänger zum Abstoppen von Teilchenpaketen minderwertiger Qualität verwendet, um die empfindlichen Magnetanordnungen zur Lichterzeugung zu schützen.


