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Schenefeld

(letzte Aktualisierung am 20. Dezember 2012)

Die größte der drei Baustellen liegt im Süden der Stadt Schenefeld (Kreis Pinneberg) neben dem Gewerbegebiet Osterbrooksweg. Sie hat eine Fläche von 150 000 Quadratmetern, wovon ein Teil bis in die Osdorfer Feldmark reicht. Der LKW-Verkehr von und zur Baustelle erfolgt über den Osterbrooksweg und die kleine Straße Holzkoppel, die 2008 dafür ausgebaut wurde.

Der reguläre Baustellenbetrieb ist werktags (Montag bis Samstag) von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr genehmigt, der reguläre LKW-Verkehr von und zur Baustelle von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr. In dieser Zeit sind maximal 27 LKW-Fahrten pro Richtung und Stunde bzw. maximal 640 LKW-Fahrten am Tag erlaubt (320 in jeder Richtung). Die Fahrten teilen sich auf zwei mögliche Routen auf: 1) von der Holzkoppel rechts in den Osterbrooksweg bis zur Kreuzung Altonaer Chaussee/LSE/Industriestraße und in entgegengesetzter Richtung, 2) von der Holzkoppel links in den Osterbrooksweg und an der Ampel links in die Blankeneser Chaussee sowie in entgegengesetzter Richtung. Die Route durch den Ortsteil Schenefeld-Dorf ist nicht erlaubt.

Nachdem seit Mitte 2009 die erste Detailplanung der Baustellenlogistik und erste Baustellenerfahrungen vorliegen, konnte davon ausgegangen werden, dass die maximal erlaubte Zahl von LKW-Fahrten nicht ausgenutzt werden muss. In der Tat verliefen die Bauarbeiten so, dass im Zeitraum Oktober 2009 bis Mitte 2010 maximal nur etwa 450 LKW-Fahrten am Tag fuhren (225 in jeder Richtung), wobei diese Zahl nur selten erreicht wurde. Seit August 2010 ist der Aushub der sechs Baugruben abgeschlossen, so dass die Zahl der maximalen LKW-Fahrten nun wesentlich niedriger ist.

Bei bautechnischen Notwendigkeiten sind Ausnahmen von dieser Regelung möglich, und es sind auch einige Phasen erlaubt, in denen jeweils für wenige Tage rund um die Uhr gearbeitet werden kann. In diesen Phasen dürfen zwischen 20:00 bis 7:00 Uhr maximal 10 Baustellen-LKWs pro Stunde und Richtung fahren. – Der Baustellenbertieb für den unterirdische Bau der Tunnel unterliegt keinen Einschränkungen. Das heißt, beginnend mit dem Zusammenbau der ersten Tunnelbohrmaschine Mitte Mai 2010 bis zur Fertigstellung des letzten Tunnelabschnitts im Sommer 2012 wurde auf der Baustelle Schenenfeld montags bis sonntags im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet, wobei zwischen 20:00 Uhr und 7:00 Uhr keine LKWs für den Tunnelbau von und zur Baustelle fuhren.

Am Rand der Baustelle in Schenefeld wird Aushubboden zwischengelagert, der später wieder zur Geländegestaltung verwendet wird. Zu Erdwällen aufgeschüttet und begrünt, dient er während der Bauzeit als Lärm- und Staubschutz. Die Lage der Baustelle bzw. des künftigen Betriebsgeländes machte es erforderlich, als Erstes einen Rad-/Gehweg zwischen der Straße Holzkoppel und der auf Hamburger Stadtgebiet liegenden Kleingartenanlage zu verlegen. Der neue Weg führt jetzt an der westlichen und südlichen Betriebsgeländegrenze entlang.

Das Betriebsgelände Schenefeld ist die Hauptbaustelle für die European-XFEL-Anlage. Hier enstehen sechs unterirdische Bauwerke und vier oberirdische Gebäude oder Hallen. Das größte unterirdische Gebäude ist die Experimentierhalle mit einer Fläche von 4500 Quadratmetern und einer Tiefe von 14 Metern. Auf ihr wird später das dreistöckige Hauptgebäude errichtet. Auf dieser Baustelle starteten auch die beiden Tunnelbohrmaschinen, die zwischen Juli 2010 und Sommer 2012 die verschiedenen Tunnelabschnitte unterirdisch herstellten. Dies hatte den Vorteil, dass die spezielle Baustelleneinrichtung, die für den Tunnelbau notwendig war, für alle Tunnel zentral genutzt werden konnte. Auch für die Baustellenlogistik, zum Beispiel den Materiallieferverkehr oder den Bodenabtransport, bot die zentrale Anordnung wesentliche Vorteile.

Der Bauablauf während der etwa fünfjährigen Bauzeit ist durch eine Vielzahl parallel stattfindender Aktivitäten geprägt. Die Arbeiten begannen mit der Baufeldfreimachung, Baustelleneinrichtung und den Erdarbeiten für die Herstellung des geplanten Höhenniveaus im Bereich der Experimentierhalle. Im Mai 2009 startete die Schlitzwandherstellung für diese Baugrube, in der die Schildvortriebsmaschine AMELI im Herbst 2010 zum ersten Mal montiert wurde und von wo aus sie insgesamt fünfmal startete. Zeitlich versetzt und zum Teil parallel werden die anderen fünf unterirdischen Schächte und Hallen hergestellt.

Nachdem die Startbaugruben für den Tunnelbau fertiggestellt waren, starteten die beiden Tunnelbohrmaschinen – die größere (TULA) mit einem Außendurchmesser von 6,17 Metern bewegte sich in Richtung Betriebsgelände Osdorfer Born, die kleinere (AMELI) mit einem Außendurchmesser von 5,48 Metern arbeitete unter dem Schenefelder Betriebsgelände. Nach Fertigstellung einer Tunnelstrecke wurden die Tunnelbohrmaschinen wieder in die jeweilige Startbaugrube zurücktransportiert und fauren die nächste Tunnelstrecke auf. Sobald eine Baugrube nicht mehr für den Tunnelbau als Start oder Ziel der Schildvortriebsmaschine benötigt wurde, begann in ihr die Errichtung des entsprechenden unterirdischen Bauwerks.

Im Juli 2013 beginnt auf diesem Betriebsgelände der Hochbau. Es entstehen das große dreistöckige Zentralgebäude, das im Sommer 2015 bezugsfertig sein wird, die drei Betriebshallen sowie die erforderlichen Infrastrukturanlagen. Die abließenden Geländearbeiten werden Ende 2015 beendet sein. Die Installation der technischen Komponenten der European-XFEL-Anlage läuft parallel und startet, sobald dies bautechnisch möglich ist.