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Osdorfer Born

(letzte Aktualisierung am 20. Dezember 2012)

Die Baustelle hat eine Fläche von 15 000 Quadratmetern. Sie liegt am Rand der Osdorfer Feldmark und zu einem Teil auf der Fläche eines Kleingartenvereins, dessen Anlage deshalb 2006 von der Stadt Hamburg umgesiedelt wurde. Sie wird über die Straßen Am Osdorfer Born und Katerwohrd angefahren, die dafür verkehrstechnisch eingerichtet wurden.

Wegen der Nähe zur Wohnbebauung ist der reguläre Baustellenbetrieb werktags (Montag bis Samstag) auf 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr eingeschränkt, der reguläre LKW-Verkehr von und zur Baustelle von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Erlaubt sind maximal 10 LKW-Fahrten pro Richtung und Stunde bzw. maximal 160 LKW-Fahrten am Tag (80 in jeder Richtung). Bei bautechnischen Notwendigkeiten sind Ausnahmen von dieser Regelung möglich, und es sind auch einige Zeiträume erlaubt, in denen jeweils für wenige Tage rund um die Uhr gearbeitet werden kann. Dann dürfen zwischen 20:00 Uhr und 7:00 Uhr maximal 5 Baustellen-LKWs pro Stunde und Richtung fahren. – Der Tunnelbau unterlag keinen Einschränkungen, er lief montags bis sonntags im 24-Stunden-Betrieb.

Auf dem Gelände Osdorfer Born entstand bis Ende 2012 ein unterirdisches Gebäude, in dem sich der Haupttunnel in Richtung Schenefeld in zwei Tunnel verzweigt. In den ersten Monaten nach Baubeginn wurde die Baustelle vorbereitet und technisch eingerichtet. Dann erfolgte der Voraushub der Baugrube bis zu der Arbeitsebene. Die eigentlichen Arbeiten an der Baugrube und damit der Haupt-LKW-Verkehr begannen im August 2009 und dauerten bis November 2010.

Im September 2010 erreichte die Tunnelbohrmaschine TULA zum ersten Mal die Westseite der Baugrube. Sie wurde dort demontiert und zur Hauptbaustelle in Schenefeld zurücktransportiert, von wo aus sie ein zweites Mal Richtung Baugrube Osdorfer Born startete. Dort kam sie im Dezember neben dem schon fertiggestellten Tunnelabschnitt an und wurde in den folgenden Wochen für ihren Einsatz an der gegenüberliegenden Seite vorbereitet. Im Januar 2011 startete TULA mit dem Bau des ca. zwei Kilometer langen Haupttunnels unter bewohntem Gebiet in Richtung DESY-Bahrenfeld, wo sie im Sommer 2011 ankam. In dieser Zeit wurde die Maschine von Schenefeld aus versorgt. Dazu fuhr eine Bahn in der fertigen Tunnelröhre zum aktuellen Standort der Maschine und zurück. – Wegen des Tunnelbaus fand von Mitte März bis Sommer 2011 auf dieser Baustelle, abgesehen von Einzelaktivitäten, kein regulärer Baubetrieb statt. Die Baustelle blieb geschlossen, aber es fuhr die Tunnelbahn in regelmäßigen Abständen durch die Baugrube.

Sobald die Tunnelherstellung bis zum DESY-Gelände abgeschlossen war, wurde die Baustelle wieder geöffnet und die Baugrube fertiggestellt. In ihr wurde anschließend das große unterirdische Verzweigungsbauwerk errichtet. Die Herstellung des oberirdischen Hallengebäudes beginnt im März 2013 und dauert etwa sechs Monate. Schließlich erfolgen die Arbeiten zur Aufstellung der Infrastruktureinrichtungen und Leitungsverlegung, die Herrichtung des Betriebsgeländes, die technische Ausstattung der Gebäude sowie die Installation der technischen Komponenten der European-XFEL-Anlage. Dies wird Mitte 2014 abgeschlossen sein.