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Home - Organisation - Pressestelle - Pressemeldungen - 2008 - 2008-10-31

Pressemeldung, 31. Oktober 2008

Straßenbaumaßnahmen in Schenefeld zur Bauvorbereitung für die Röntgenlaseranlage European XFEL (für lokale Medien)

Holzkoppel fertig gestellt – Ausbau des Kreuzungsknotens Altonaer Chaussee / Osterbrooksweg / Industriestraße startet in Kürze – Sonderregelungen für Autoverkehr sowie Busse 186 und 285

Holzkoppel: Gestern erhielt die Straße Holzkoppel die neuen Fahrbahnmarkierungen – die abschließende Aktion des Straßenausbaus. Heute trafen sich der Bauherr DESY, die ausführende Baufirma und Vertreter der Stadt Schenefeld zur offiziellen Bauabnahme. Die 140 Meter lange Straße Holzkoppel ist die Zufahrtsstraße zu dem künftigen European-XFEL-Gelände in Schenefeld und musste für den ab Frühjahr 2009 zu erwartenden Bauverkehr ertüchtigt werden. Dazu wurde sie in den vergangenen 18 Wochen auf 6,50 m verbreitert und erhielt auf der Westseite einen separaten Fuß- und Radweg sowie an der Einmündung in den Osterbrooksweg eine Ampelanlage.

Kreuzungsknoten: Im Laufe der kommenden Woche beginnt der Ausbau der Kreuzung Osterbrooksweg / Altonaer Chaussee / Industriestraße. Ziel dieser Maßnahme ist es, den hier anfallenden Verkehrsfluss künftig zu verbessern. Dazu wird eine neue Ampelanlage aufgestellt, und es wird die Mittelinsel des Osterbrookswegs entfernt. Die sich daraus ergebende Fahrbahngeometrie zusammen mit entsprechend geschalteten Ampelphasen führt zur höheren Leistungsfähigkeit der Kreuzung. Für diese Straßenbaumaßnahme, die etwa acht Wochen dauern soll, hat die Stadt Schenefeld zusammen mit der örtlichen Polizei eine besondere Verkehrsregelung angeordnet:

Der Osterbrooksweg wird zwischen Borgfelde und der Kreuzung zur Einbahnstraße in Richtung Altonaer Chaussee. Der Gegenverkehr, der von der Altonaer Chaussee kommt und durch den Osterbrooksweg zur Blankeneser Chaussee fahren würde, wird über Kiebitzweg und Hauptstraße zur Blankeneser Chaussee umgeleitet.
Für die Busse Nr. 186 und Nr. 285 gilt im Osterbrooksweg: In Richtung von der Altonaer Chaussee bis zur Blankeneser Chaussee folgen sie dem ersten Teil der Umleitung, biegen dann aber von der Hauptstraße links in die Straße Borgfelde und an deren Ende rechts in den Osterbrooksweg. – Für die Linie 285 entfällt die Haltestelle Rathaus/EKZ. Als Ersatz empfiehlt die Pinneberger Verkehrsgesellschaft (PVG) die erste Haltestelle im Osterbrooksweg nach der Einmündung der Straße Borgfelde. – Für die Linie 186 wird die Haltestelle Rathaus/EKZ der Linie 2 vor dem Schenefelder Zentrum als Ersatz benutzt.
Die Straße Borgfelde wird wegen des zusätzlichen Busverkehrs in dieser Zeit zwischen Hauptstraße und Opn Blockhorn als Einbahnstraße in Richtung Osterbrooksweg eingerichtet.
Der European XFEL ist eine dreieinhalb Kilometer lange neue Forschungsanlage, die von 2009 bis 2014 realisiert wird. Sie besteht aus unterirdischen Hallen- und Tunnelbauwerken sowie drei Betriebsgeländen mit oberirdischen Gebäuden und technischer Infrastruktur. Die Anlage beginnt bei DESY in Hamburg-Bahrenfeld und endet im Süden der Stadt Schenefeld, wo das etwa 15 Hektar große European-XFEL-Forschungsgelände entsteht. Das dritte Betriebsgelände “Osdorfer Born” liegt am Rande der Osdorfer Feldmark. Die neue Anlage wird Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt in die Metropolregion Hamburg ziehen, denn die einzigartigen Röntgenblitze des European XFEL werden bisher nicht zugängliche Experimentierfelder eröffnen. So lassen sich zum Beispiel atomare Details von Viren oder Werkstoffen entschlüsseln oder chemische Reaktionen filmen. Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse, die wiederum zur Entwicklung wirksamerer Medikamente, besserer Werkstoffe oder optimierter Produktionsverfahren führen können.

Der European XFEL (europäischer Röntgenlaser, X kommt aus dem Englischen und steht für “Röntgen”, FEL steht für Freie-Elektronen-Laser) wird nicht nur mit internationaler Beteiligung gebaut, sondern auch als internationales Projekt realisiert. Dabei ist Deutschland mit maximal 60 Prozent beteiligt. Weitere 12 europäische Länder und China haben ihre Beteiligung an der Milliardeninvestition zugesagt und wollen im Februar 2009 in Berlin ein entsprechendes Staatsabkommen unterzeichnen.

DESY, Hamburg