Forschungszentren kooperieren bei Datenverarbeitung und -analyse
Russische und deutsche Partner entwickeln neue IT-Lösungen
European XFEL, DESY, das Forschungszentrum Jülich und das Kurchatov-Institut in Moskau werden bei der Entwicklung von IT-Lösungen für Großforschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Die beteiligten Partner unterzeichneten am 22. Mai in Berlin auf der Abschlussveranstaltung des Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation eine Absichtserklärung (memorandum of understanding), künftig gemeinsam neue Lösungen für die Datenverarbeitung und -analyse zu finden. Am 19 Juli 2011 waren Deutschland und Russland übereingekommen, auf dem Gebiet der Datenmanagements auf dem Gebiet der Hochleistungscomputer zusammen zu arbeiten.
Experimente an Großforschungseinrichtungen wie dem European XFEl produzieren enorme Datenmengen, die gespeichert und für die Analyse bereitgestellt werden müssen. Um diese Herausforderungen anzugehen, müssen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Wege suchen. Ziel ist eine IT-Infrastruktur, die die Forscher bei ihren Experimenten und deren Auswertung optimal unterstützt. Der European XFEL kann dabei die Rolle eines Pilotprojekts für die künftige Zusammenarbeit von DESY, dem Forschungszentrum Jülich, und dem Kurchatov Institut auf diesem Gebiet übernehmen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von European XFEL wird sich mit einer Anzahl von kurz- und mittelfristigen Zielen beschäftigen.
Andreas S. Schwarz, wissenschaftlicher Direktor bei European XFEL: „Gemeinsam mit DESY, dem Forschungszentrum Jülich und dem Kurchatov Institut wollen wir für die großen Herausforderungen bei der Datenverarbeitung an modernen Forschungseinrichtungen neue Lösungsansätze finden. Die Kombination der unterschiedlichen Stärken unserer Forschungseinrichtungen eröffnet die Chance, das wissenschaftliche Potenzial des European XFEL weiter zu steigern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und hoffen, dass die zukünftigen Nutzer verschiedenster Disziplinen davon profitieren können.“
