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Home - Nachrichten - 2011 - European XFEL beteiligt sich an CRISP

Meldung, 31. Oktober 2011

European XFEL beteiligt sich an EU-Forschungsnetzwerk CRISP

European XFEL kooperiert im EU-Forschungsnetzwerk CRISP mit 16 europäischen Partnern.

European XFEL gehört zu den 16 Partnern, die bei elf geplanten oder in Bau befindlichen Forschungsprojekten künftig im Rahmen des neuen EU-Forschungsnetzwerk CRISP kooperieren. Im Fokus steht die am 17. Oktober in der tschechischen Botschaft in Paris mit einem Kickoff- Meeting eingeleitete Zusammenarbeit auf vier wichtigen physikalischen Kerngebieten: Beschleunigertechnologie, Instrumente und Experimente, Detektoren und Datenaufnahme sowie Informationstechnologie und Datenmanagement. CRISP, das für Cluster of Research Infrastructures for Synergies in Physics steht, wird von der Europäischen Union im Rahmen des 7. Rahmenprogramms mit zwölf Millionen Euro gefördert.

Die beteiligten Partner werden Know-how und Erfahrungen austauschen, um in Europa kosteneffizient und abgestimmt neue Schlüsseltechnologien zu entwickeln, die Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen aus aller Welt beste Voraussetzungen für ihre Forschung bieten. „Wir begrüßen die Initiative sehr und rechnen mit wichtigen Impulsen für die beteiligten Einrichtungen“, erläutert Thomas Tschentscher, Wissenschaftlicher Direktor von European XFEL und Vorsitzender des Lenkungsausschusses von CRISP. „Für unseren Röntgenlaser European XFEL haben alle vier Arbeitsgebiete große Bedeutung, so dass wir für die Kooperation mit unseren Partnern sehr gut aufgestellt sind.“

Fortschritte in der Beschleunigertechnologie können beispielsweise die angestrebte Qualität industriell gefertigter supraleitender Resonatoren weiter verbessern und so zu effizienteren Beschleunigern führen. Für die Entwicklung von Instrumenten und Detektoren erwartet Tschentscher neue Kooperationen zwischen Einrichtungen mit verschiedenen Forschungsprogrammen aber vergleichbaren technischen Herausforderungen. Und europaweite Zusammenarbeit im Bereich Detektoren, Datenmanagement und IT ist von Vorteil, um den Anforderungen durch die erwarteten hohen Datenmengen und die Datenqualität der neuen Forschungsinfrastrukturen und damit auch des European XFEL begegnen zu können.

Die Kooperation im Rahmen von CRISP betrifft neben dem European XFEL folgende vom European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI) aufgeführte Forschungsinfrastrukturen, die entweder in Planung beziehungsweise in Bau sind oder wesentliche Erweiterungen erfahren: das europäische Laserprojekt ELI, die europäische Spallationsneutronenquelle ESS, das europäische Konsortium für Freie-Elektronen-Laser EuroFEL, das Entwicklungsprogramm ILC-HiGrade für den internationalen Linearcollider ILC, das internationale Radioteleskop SKA, das internationale Beschleunigerzentrum GSI-FAIR, die internationale Neutronenquelle ILL, der Super-Protonencollider SLHC, der französische Schwerionenbeschleuniger GANIL-SPIRAL2 und die europäische Synchrotronstrahlungsquelle ESRF, von deren Betreiberorganisation das CRISP-Projekt koordiniert wird. European XFEL arbeitet im Rahmen der Kooperation eng mit DESY zusammen. DESY hat als eine der 16 Partnerorganisationen für den Bereich Beschleuniger die Führung übernommen und wird auch zu den anderen Feldern wichtige Beträge leisten.

CRISP Homepage (englisch): www.crisp-fp7.eu

Die Teilnehmer des CRISP Kickoff-Meeting in der tschechischen Botschaft in Paris
ESRF