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Home - Nachrichten - 2011 - Erste Lieferungen aus Polen zum European XFEL

Meldung, 24. Oktober 2011

Erste Lieferungen aus Polen zum European XFEL

Die ersten Segmente einer Helium-Transferleitung für die Tests der Beschleunigerelemente sind angekommen. Journalisten aus Warschau informierten sich über den polnischen Beitrag zum European XFEL.

Auf Einladung des National Centre for Nuclear Research (NCBJ) reisten am 21. Oktober 2011 neun Journalisten von Warschau zu einem ganztägigen Besuch nach Hamburg. Sie interessierten sich besonders für die Aktivitäten ihres Landes beim Bau des supraleitenden European-XFEL-Linearbeschleunigers. Wie viele der zwölf Partnerländer beteiligt sich auch Polen mit einem großen Sachbeitrag an dem Bau der European-XFEL-Anlage. Dazu gehört beispielsweise die Lieferung von speziellen Komponenten für die Tieftemperaturtechnik. Außerdem sind Experten polnischer Institute für die umfangreichen Qualitätsprüfungen der supraleitenden Niob-Resonatoren und Beschleunigermodule verantwortlich, die bei DESY in Hamburg durchgeführt werden.

Die für die aufwendigen Tests erforderliche Anlage, die Accelerator Module Test Facility (AMTF), wird zurzeit in einer eigens dafür errichteten Halle aufgebaut. Die Kryoanlage zur Herstellung des flüssigen, minus 271 Grad Celsius kalten Heliums existiert bereits bei DESY. Beide Hallen sind allerdings etwa 150 Meter voneinander entfernt. Ein polnischer Sachbeitrag ist die komplizierte Transferleitung, in der das tiefkalte Helium von der Kryo-Halle zur AMTF-Halle transportiert werden kann, ohne dass es sich dabei erwärmt. Acht Holzkisten mit sicher verpackten, zwölf Meter langen Leitungsstücken sind inzwischen aus Polen in Hamburg eingetroffen. In wenigen Wochen beginnt die Montage der Helium-Transferleitung.

Ausführliche Informationen zu der Helium-Transferleitung und den Tests der Beschleunigerkomponenten bietet die DESY-News vom 21. Oktober 2011.

Oben: Ein zwölf Meter langer Abschnitt der Helium-Transferleitung wird beim Hersteller in Wrocław für die Reise nach Hamburg sicher verpackt. Unten: Eine Holzkiste mit der kostbaren Fracht wird in der AMTF-Testhalle auf dem DESY-Gelände entladen.
DESY 2011
In der AMTF-Halle herrscht schon reger Betrieb zur Vorbereitung der Tests der Beschleunigerkomponenten für den European XFEL. Links: Mitglieder des für die Tests verantwortlichen polnischen Teams. Rechts: Öffnen einer der Transportkisten vor laufenden Kameras, links: Professor Krzysztof Meissner, Narodowe Centrum Badań Jądrowych (NCBJ), Świerk bei Warschau, und Mitglied des In-Kind Review Committee (IKRC) der European XFEL GmbH, rechts: DESY-Mitarbeiter Kurt Escherich.

Der Beschleunigerkomplex des European XFEL wird gemeinsam von 16 Instituten aus acht Ländern gebaut. Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist eins davon und koordiniert außerdem das Accelerator Consortium, in dem alle zusammengeschlossen sind. Aus Polen sind dabei: das National Centre for Nuclear Research (NCBJ) in Świerk bei Warschau, das Henryk Niewodniczański Institute for Nuclear Physics (IFJ-PAN) der polnischen Akademie der Wissenschaften in Krakau und die Wrocław University of Technology (WUT) in Wrocław.