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Home - Nachrichten - 2011 - Besuch des brasilianischen Wissenschaftsministers

Meldung, 06. April 2011

Brasiliens Wissenschaftsminister besucht European XFEL und DESY

Ihren Aufenthalt in Hannover anlässlich der Abschlussveranstaltung des Deutsch-Brasilianischen Jahres nutzten Brasiliens Minister für Forschung und Technologie, Aloízio Mercadante, und seine Begleiter zu einem Abstecher nach Hamburg. Hier ging es um zukünftige Kooperationen sowie die Besichtigung der beiden DESY-Anlagen FLASH und PETRA III und – als Höhepunkt – des Tunnelbaus für die European-XFEL-Anlage.

Etwas wärmeres Wetter hätte es für die Südamerikaner sein können, aber ansonsten waren alle mit dem Ablauf und Ergebnis ihres Hamburgbesuchs sehr zufrieden. Aus Brasilien war der Minister für Forschung und Technologie, Aloízio Mercadante, angereist. Er wurde von dem Direktor des brasilianischen nationalen Synchrotronstrahlungslabors (LNLS), José Roque da Silva, sowie Ministeriums- und Botschaftsangehörigen begleitet. Am 5. April hatte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt zu einem gemeinsamen Abendessen an der Elbe eingeladen. Am darauffolgenden Tag fand der Besuch bei den beiden Forschungseinrichtungen statt. Zu Beginn des Vormittags gab es nicht nur Kurzpräsentationen über DESYs Forschungsanlagen und den Röntgenlaser European XFEL, sondern auch eine Zusammenfassung des deutsch-brasilianischen Workshops über Synchrotronstrahlung und Freie-Elektronen-Laser, der im März in Campinas stattfand.


In der anschließenden Diskussion betonten beide Seiten ihr großes Interesse an zukünftigen Kooperationen. „Wir danken Minister Mercadante für seinen Besuch bei European XFEL und DESY und für sein Interesse an dem European-XFEL-Projekt,“ fasste der Geschäftsführer der European XFEL GmbH, Massimo Altarelli, zusammen. „Wir diskutierten unsere speziellen gemeinsamen Forschungsinteressen, wie Energietechnik, komplexe Materialien, Nanotechnologie und Strukturbiologie, und sondierten Möglichkeiten, wie sich brasilianische Wissenschaftler an der Entwicklung des European XFEL beteiligen könnten. Wir waren uns einig, dass wir die Kontakte mit dem Ziel fortführen werden, als erstes eine Vereinbarung in Richtung einer immer enger werdenden Zusammenarbeit zu verfassen.“


Zum Abschluss ihres mehrstündigen Besuches besichtigten die Gäste die beiden DESY-Anlagen FLASH und PETRA III und die Tunnelbaustelle des European XFEL in Schenefeld. Die vielen Treppen in die Baugrube der späteren Experimentierhalle, in der gerade die Vorbereitungen für den zweiten Start der Tunnelbohrmaschine AMELI laufen, schreckten Minister Mercadante und seine Delegation nicht. Alle waren sehr interessiert und zeigten sich beeindruckt vom Fortschritt der Bauarbeiten.

Das Deutsch-Brasilianische Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation (DBWTI) 2010/2011, das jetzt zu Ende geht, gab den Anstoß zu einem Workshop bei LNLS in Campinas, Südamerikas einzigem Institut mit einer Synchrotronstrahlungsquelle. European-XFEL- und DESY-Wissenschaftler reisten im März in das warme Brasilien, um ihren Kollegen der nationalen Synchrotronstrahlungsquelle Laboratório Nacional de Luz Síncrotron (LNLS) über den zukünftigen Röntgenlaser European XFEL und die DESY-Anlagen zu berichten und sich mit ihnen auszutauschen. Dies war der Beginn von intensiven Diskussionen über mögliche Kooperationen beider Länder.

Der Besuch des brasilianischen Ministers für Wissenschaft und Verkehr Aloízio Mercadante. Oben links, von links nach rechts: José Roque da Silva, Direktor des brasilianischen nationalen Synchrotronstrahlungslabors Laboratório Nacional de Luz Síncrotron (LNLS), Adalberto Fazzio, Koordinator Mikro- und Nanotechnologie im brasilianischen Wissenschaftsministerium, Minister Mercadente, Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums, Beatrix Vierkorn-Rudolph, stellvertretende Leiterin „Großgeräte und Grundlagenforschung, Sonderaufgabe ESFRI”, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Massimo Altarelli, Vorsitzender der Geschäftsführung der European XFEL GmbH, Bertram Heinze, Leiter Aufbaustab, Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus in Sao Paulo. Oben rechts: Überreichung einer Cavity-Miniatur an den Gast. Unten links: ausgerüstet für die Besichtigung der Tunnelbaustelle in Schenefeld. Unten rechts: in der Baugrube für die spätere Experimentierhalle.