TULA legt wieder los
Tunnelbohrmaschine für den European XFEL beginnt zweiten Tunnel Richtung Osdorfer Born. Auch dieser neue Tunnelabschnitt wurde zuvor feierlich getauft.
Am 21. Oktober 2010 brach die große Tunnelbohrmaschine für den European XFEL, TULA (TUnnel für LAser), zum zweiten Teil ihrer Reise auf. Nachdem sie im Sommer die ersten 480 Meter von Schenefeld zum Betriebsgelände Osdorfer Born in einer Rekordzeit von knapp zwei Monaten bewerkstelligt hatte, stellt sie nun den zweiten Tunnelabschnitt zwischen Schenefeld und Osdorfer Born her. Wenn alles so glatt läuft wie bisher – wovon die Tunnelbaumannschaft ausgeht –, wird sie dort Ende Dezember ankommen. Diesmal wird sie jedoch nicht demontiert, sondern auf Schienen durch den Schacht in Osdorfer Born auf die gegenüberliegende Seite bewegt, um dann Anfang Januar 2011 ihren schnurgeraden Weg Richtung DESY-Bahrenfeld fortzusetzen.
Wie es sich im traditionsbewussten Tunnelbau gehört, wurde auch dieser knapp 600 Meter lange Tunnelabschnitt vor dem Aufbruch der Tunnelbohrmaschine getauft. Etwa 80 Gäste – vornehmlich Tunnelbauer sowie Vertreter der European XFEL GmbH, von DESY und der ARGE Tunnel XFEL – trafen sich am 18. Oktober am neuen Startschacht von TULA, um gemeinsam auf die Taufe des neuen Tunnels und den Start des nächsten Bauabschnittes anzustoßen. Dr. Herlind Gundelach, Hamburgs Wissenschaftssenatorin und Taufpatin des Tunnels, wünschte den Tunnelbauern und ihrer Maschine gutes Gelingen, bevor sie das Band mit der Sektflasche zerschnitt. Gemeinsam mit der Taufpatin von TULA, Imke Gembalies von der European XFEL GmbH, verteilte sie anschließend Schokolade an die Tunnelbauer. Auch die heilige Barbara war wieder mit von der Partie: Die Holzstatue der Schutzpatronin der Bergleute, die Ende Juni zum ersten Einsatz der Maschine gesegnet worden war, steht nun in einem Schrein an der Wand des neuen Startschachts. Von hier aus soll sie auch weiterhin über die Tunnelbauer wachen.
