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Baunachricht, 18. März 2009

DESY-Bahrenfeld: Erste Elemente der Baugrube hergestellt

Die ersten Teilstücke der Baugrubenwand sind betoniert. Mehr als die Hälfte des Bodens ist abgetragen. Munitionsfunde unterbrechen die Arbeiten für kurze Zeit.

Zwei Hauptaktivitäten bestimmen zurzeit das Leben auf der Baustelle DESY-Bahrenfeld. Auf der Ostseite haben Bagger damit begonnen, die Baugrubenwand im Erdreich herzustellen. Die ersten 1,50 Meter breiten und 40 Meter tiefen Abschnitte sind bereits mit Beton verfüllt. Parallel dazu wird auf der Westseite die 10 Meter hohe Böschung des Lise-Meitner-Parks stufenweise abgetragen. In den vergangenen Tagen stießen Arbeiter dabei auf alte Kriegsmunition, die an dieser Stelle vermutet und von Spezialisten der Hamburger Feuerwehr entsorgt wurde – auch das gehört zum Arbeitsalltag auf einer Großbaustelle.

Wie auch an den anderen beiden Standorten werden zuerst die Wände der Baugruben hergestellt, quasi als aneinandergereihte Schlitze im Erdboden. Erst wenn diese Begrenzung geschlossen ist, kann das Erdreich innerhalb der Baugrube ausgehoben und die Sohle betoniert werden. Spezielle Verfahren erlauben es, dabei innerhalb des Grundwassers zu arbeiten und trotzdem eine wasserdichte Grube für das unterirdische Bauwerk anzulegen. Die Schlitzwandherstellung hat nun auf der Baustelle DESY-Bahrenfeld begonnen und wird etwa sechs Monate dauern – 250 Meter werden insgesamt für die Stabilisierung der Baugrube benötigt.

An anderer Stelle konzentrieren sich die Arbeiten auf das Erdreich, das in den kommenden Wochen abgetragen und weggefahren werden muss, um überall das gewünschte Niveau des Baufelds zu erreichen. Dabei ist Vorsicht geboten: Die Gegend war im Zweiten Weltkrieg Standort für den Abschuss von Flakgranaten und ist somit als Munitionsverdachtsfläche bekannt. „Hierbei geht es zwar nicht um die gefährlichen Bomben oder Granaten, die beim Aufschlag nicht detonierten und vor ihrem Abtransport entschärft werden müssen“, erläutert Peter Bodes, Leiter des Kampfmittelräumdienstes der Hamburger Feuerwehr. „Solche Blindgänger erwarten wir hier nicht. Aber auch vergrabene Munition muss vor ihrem Abtransport sorgfältig untersucht und manchmal vor Ort gesprengt werden – das ist eine unserer Aufgaben“, ergänzt Bodes. Auf dieser Baustelle beseitigten die Spezialisten bisher 24 Flakgranaten verschiedenen Durchmessers, eine Panzerfaust und eine Panzergranate. Weitere Funde sind nicht ausgeschlossen. Die Erdbaufirma und die Bauleitung sind gewarnt, sondieren mit geschultem Personal vorweg, arbeiten entsprechend vorsichtig und haben die Telefonnummer des Kampfmittelräumdienstes im Handy gespeichert. So muss der Baustellenbetrieb, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit unterbrochen werden.