Weg frei zur Gründung der European XFEL GmbH
Am 22. September 2008 verabschiedete der internationale Lenkungsausschuss (ISC) in seiner 19. Sitzung in Hamburg die Inhalte des zwischenstaatlichen Abkommens zum Bau und Betrieb des europäischen Freie-Elektronen-Röntgenlasers European XFEL. Dies war ein hartes Stück Arbeit, denn alle Einzelheiten mussten zwischen den 14 Ländern mit ihren zum Teil ganz unterschiedlichen Kulturen ausführlich diskutiert und ausgehandelt werden, diverse Treffen des ISC und seiner Unterausschüsse sowie Expertengespräche waren dazu erforderlich.
Als nächstes wird die Unterzeichnung jetzt formal vorbereitet. Dazu gehört zum Beispiel die Übersetzung des insgesamt etwa 40 Seiten umfassenden englischen Gesamtvertragwerks in weitere sechs Sprachen. Läuft alles nach Plan, so werden sich Anfang 2009 hochrangige Staatsvertreter der 13 auswärtigen Länder mit Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan zur Unterzeichnung in Berlin treffen. Auf der Basis dieses Abkommens kann dann gleich anschließend die Gründung der European XFEL GmbH erfolgen – der Trägergesellschaft für den Bau und Betrieb der europäischen Röntgenlaseranlage.
Am European XFEL beteiligen sich die folgenden 14 Staaten: China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Slowakei, Ungarn. Jedes Land lässt sich durch einen oder zwei Gesellschafter vertreten. Für Deutschland ist dies das Helmholtz-Zentrum DESY.













